gedankenbuehne.

...the horse´s head in your bed.

This paper art piece by Carlos N. Molina is part of the Twilight display for a special auction for Make it Right, building homes for victims of Katrina and other natural disasters. You can bid and win a pre-release private screening of Breaking Dawn Pt II with Elizabeth Reaser.

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Chelsea Market at 10th Avenue & West 15th Street in New York City.
Thursday, February 9 – Saturday, February 11
11am to 8pm EST
Sunday, February 12
11am to 5pm EST

More info at http://celebrity.ebay.com/
brad-pitt

“Von allen Tränen, die man verschluckt, sind jene die köstlichsten, die man über sich selbst geweint hat.”

-Joseph Roth. Die Flucht ohne Ende

Photoshop Makeover 

Photoshop Makeover 

(Source: nevver)

Melancholia

Der Versuch einer  Rezension des aktuellen Films von Lars von Trier.

 

“For some people, the world we see and live in is enough. But once you start wondering about it, it´s just like pulling on a string with no end, almost. It´s just more and more mystery that comes out and it´s such a thrill.” (David Lynch, Interview in: The Stool Pigeon 2011)

Menschen, die bereit sind, sich von diesem unendlichen Faden leiten zu lassen, von dem David Lynch zuletzt in einem Interview spricht, finden vielleicht auch, dass der aktuelle Film Melancholia von Lars von Trier vor allem eins ist: überragend. Nicht, weil die Geschichte oder die Dialoge besonders ausgefeilt oder inspirierend sind,  sondern weil er einen ständig in einem undurchsichtigen Zustand hält, bei dem man nicht weiß, was passieren wird. Die düstere Atmosphäre des Films wird durch eine ständige Antizipation aufrechterhalten.

Im Verlauf des Films stellt sich langsam heraus, dass sich ein erdgroßer Planet der Welt nähert. Dieser Planet hatte sich bisher hinter dem Mond „versteckt“ und blieb daher unentdeckt. Die Antizipation ist zweidimensional.  Denn einerseits beobachtet man die Figuren dabei, wie sie fatalistisch auf dieses vermeintliche Ereignis warten oder sogar hinfiebern, andererseits wird man als Zuschauer  selbst ständig im Ungewissen darüber gelassen, ob das Teil der undurchsichtigen Story ist oder nur ein nebensächliches Ereignis, das Spannung triggern soll.

Die fast ausschließlich pathologischen Figuren wie die depressive Justine (Kirsten Dunst) oder ihre paranoide Schwester Claire (Charlotte Gainsbourgh) sind dabei so oberflächlich gezeichnet, dass man sie an keiner Stelle wirklich einschätzen kann.  Und man weiß nie genau, wie es in der Innenwelt der Personen wirklich aussieht. Wenn Claires Gesicht in einer Nah-Aufnahme gezeigt wird, sieht man zwar eine verängstigte, etwa 30-jährige Frau, doch ob diese Angst im Zusammenhang mit einer krankhaften Paranoia steht oder einer gesunden Angst vor dem Untergang der Welt, bleibt ungewiss. Es  wäre genauso gut möglich, dass sie plötzlich aufsteht und ihren Mann (Kiefer Sutherland) umbringt statt einfach weiter auf ihrem Stuhl sitzen zu bleiben und ängstlich aus dem Fenster ihres aristokratischen Anwesens zu schauen. Denn ihr Mann hingegen, verkörpert genau das Gegenteil, sieht dem Ereignis mit leicht hysterischer Vorfreude entgegen und beruhigt seine Frau mit vermeintlich wissenschaftlichen Belegen über die Ungefährlichkeit des Planeten. Spätestens hier wird klar, dass man eigentlich beiden nicht wirklich glauben kann. Wer ist hier eigentlich der oder die Verrückte?

Was den Film so eindringlich macht, ist, dass man als Zuschauer eine ähnliche Entwicklung durchmacht wie die Protagonisten. Man befindet sich ständig in einer trüben, etwas melancholischen Stimmung und wartet auf eine Art Apokalypse, bekommt aber keine genauen sondern  nur indirekte Hinweise darauf, ob sie wirklich kommen wird. Oder ob das alles nur eine Einbildung der Darsteller ist. Trier spielt vor allem mit Erwartungen und verwendet dabei eigentlich konventionelle Thriller- und Horrorfilm- Techniken. Und doch lässt sich Melancholia keines dieser Genres zurechnen. Physische Gewalt ist eigentlich nie zu sehen. Und für einen Endzeit-Film sind einem die Charaktere eigentlich zu egal, als dass man sich mit ihnen identifizieren möchte. Trotzdem bleibt der Film genial, da er den Zuschauer, vorausgesetzt er folgt dem Faden, in einem gesunden Zustand nachdenklicher Verstörung hinterlässt. Nur der von unerklärlicher Einfallslosigkeit und bitte-hör-endlich-auf-zu-versuchen-mich-mithilfe-von-08/15- Geigen-Gesülze -zu-vereinnahmen-Momenten nur so  gesättigte Soundtrack,  zwingt mich dazu,  mich mit einem klassischen Kritiker-Floskel zu rächen und vergebe: einen Punkt Abzug.

Weltbestes Kind!

Bad Lauterberg im Harz.  Vitamar Erlebnisbad.

Im Spaßbad gibt es ein Wellenbecken und ca. acht Gummimatten auf denen man darin herumpaddeln kann. Die Wellenmaschine ist gerade ausgeschalten und alle Matten sind von (zum Teil mehreren Kindern gleichzeitig)belegt. Am Beckenrand sitzt ein Junge (ca.10) allein auf zwei übereinander gestapelten Matten. Ein Mädchen (ca.12) mit drei weiteren Kindern im Schlepptau tritt hinzu.

Mädchen: „Entschuldigung, brauchst du wirklich beide Matten?“
Junge: „Ja, mein Bruder kommt nachher wieder und ich soll solange auf die aufpassen.“
Mädchen: „Kannst du uns nicht eine Matte geben?“
Junge: „Nein.“
Mädchen: „Aber guck mal, wir sind vier und haben keine Matte, und du bist nur einer, sitzt auf gleich zwei Matten übereinander und benutzt sie nicht mal. Also gib uns bitte eine Matte.“
Junge: „Nein!“
Mädchen (guckt böse, will gerade weggehen, dreht sich noch mal um und ruft):  “An solchen Leuten wie dir scheitert der Kommunismus!“

Quelle: belauscht.de


“Denn die einzig wirklichen Menschen sind für mich die Verrückten, die verrückt danach sind zu leben,verrückt danach zu sprechen, verrückt danach erlöst zu werden, und nach allem gleichzeitig gieren-jene, die niemals gähnen oder etwas Alltägliches sagen, sondern brennen, brennen, brennen, wie phantastische gelbe Wunderkerzen.”
-Jack Kerouac

“Denn die einzig wirklichen Menschen sind für mich die Verrückten, die verrückt danach sind zu leben,verrückt danach zu sprechen, verrückt danach erlöst zu werden, und nach allem gleichzeitig gieren-jene, die niemals gähnen oder etwas Alltägliches sagen, sondern brennen, brennen, brennen, wie phantastische gelbe Wunderkerzen.”

-Jack Kerouac

“Bald bin ich genau wie ihr: Job, Familie, pervers großer Fernseher, Waschmaschine, Auto, CD und elektrischer Dosenöffner, Gesundheit, niedriger Cholesterinspiegel, Krankenversicherung, Eigenheimfinanzierung, Freizeitkleidung, 3 Teiliger Anzug, Heimwerkertum, Gameshow, Junkfrass, Kinder, Spazierengehen im Park, geregelte Arbeitszeit, Fitnesscenter, Autowaschen, ‘ne Menge Pullover, traute Weihnacht mit der Familie, inflationssichere Rente, Steuerfreibeträge, Abfluss sauber machen, über die Runde kommen, mich auf den Tag freuen, an dem ich sterbe.” - Trainspotting.

Bestes Cover. Bester Film.